Hast du vor, den Sommer an einem der wunderschönen Strände Koreas zu verbringen? Egal, ob du den berühmten Haeundae-Strand in Busan besuchst oder eines der vielen Küstenziele Koreas erkundest – es gibt ein paar lokale Regeln und Bräuche, die Erstbesucher vielleicht überraschen könnten.
Hier sind einige der gängigsten Strandregeln in Korea, die Touristen und internationale Studenten kennen sollten.
1. Halte die Schwimmzeiten ein
Eine der größten Überraschungen für viele Ausländer ist, dass Schwimmen in Korea nur während der offiziellen Strandsaison erlaubt ist.
Obwohl der Strand selbst das ganze Jahr über geöffnet ist, sind Rettungsschwimmer nur in den Sommermonaten im Einsatz. In der Regel von Mitte oder Ende Juni bis Ende August. Außerhalb dieser Zeit ist Schwimmen generell verboten, auch wenn das Wetter angenehm warm ist.
An den meisten Stränden gibt es zudem festgelegte Badezeiten, meistens zwischen 9:00 und 18:00 Uhr. Sobald der Strand schließt, bitten die Rettungsschwimmer alle, das Wasser zu verlassen.
Informiert euch vor eurer Reise immer über die Öffnungszeiten des jeweiligen Strandes, da diese von Jahr zu Jahr leicht variieren können.

2. Bleibe innerhalb der Schwimmzone
An koreanischen Stränden wirst du Seile und schwimmende Bojen vor der Küste bemerken.
Das sind keine Dekorationen, sondern sie markieren den ausgewiesenen Schwimmbereich. Aus Sicherheitsgründen ist das Schwimmen jenseits der Bojen verboten. Rettungsschwimmer überwachen das Wasser aktiv und können mit einer Pfeife oder über Lautsprecher die Schwimmer auffordern, sich sofort zurückzuziehen.
Diese Regel hilft dabei, Schwimmer von Booten, Jetskis und stärkeren Strömungen fernzuhalten. Wenn du diese Anweisungen ignorierst, kann das dazu führen, dass du aufgefordert wirst, den Badebereich zu verlassen.
3. Langärmlige Badeoberteile sind die Norm
Wundere dich nicht, wenn die meisten Leute beim Schwimmen komplett bekleidet sind. Viele Erstbesucher erwarten, dass koreanische Strände ähnlich aussehen wie die in Australien, Europa oder Südostasien.
Stattdessen wirst du wahrscheinlich feststellen, dass viele Einheimische beim Schwimmen langärmelige Badeoberteile, Leggings, Hüte oder leichte Überzieher tragen. Das dient hauptsächlich dem Sonnenschutz und dem Komfort und weniger der Scham. Bikinis und Badehosen werden zwar akzeptiert, sind aber weniger verbreitet als in vielen westlichen Ländern.
Trage einfach das, worin du dich wohl fühlst, und achte dabei auf die lokalen Gepflogenheiten.
4. Halte den Strand sauber
Hinter sich aufzuräumen gilt als grundlegende Strandetikette.
Korea ist bekannt für seine sauberen öffentlichen Räume, und Strände bilden da keine Ausnahme. Von Besuchern wird erwartet, dass sie ihren Müll ordnungsgemäß entsorgen und wiederverwertbare Abfälle trennen, sobald Mülleimer vorhanden sind. Hier findest du einen Leitfaden zum Recycling in Korea.
Es wird generell nicht gerne gesehen, wenn man Essensverpackungen, Getränke oder Picknickabfälle zurücklässt. Daher ist es eine gute Idee, eine kleine Tüte für deinen Müll mitzubringen, falls die Mülleimer voll sind.

5. Bring deine eigenen Strandsachen mit
Im Gegensatz zu manchen Stränden in anderen Ferienorten und anderen Ländern, gibt es an koreanischen Stränden keine kostenlose Ausrüstung.
Möglicherweise musst du dir die folgenden Sachen ausleihen (gegen eine Gebühr) oder selbst mitbringen:
- Sonnenschirm / Parasol
- Strandmatte / Handtuch
- Poolliege / Schwimmringe
- Rettungsweste (an manchen Stränden)
Verleihdienste werden in der Regel während der Sommersaison angeboten, die Kosten variieren jedoch je nach Standort.
6. Verhaltensregeln am Strand sind anders
Die Strände in Korea sind lebhaft, aber im Allgemeinen geordneter, als viele Besucher erwarten.
Man sieht oft Familien, Paare und Freundesgruppen, die am Meer picknicken, aber laute Musik und störendes Verhalten sind eher selten. Alkohol ist an vielen Stränden erlaubt, doch die meisten Menschen trinken verantwortungsbewusst, ohne andere zu stören. Erfahre hier mehr über die koreanische Trinkkultur.
Je nach Ort ist das Rauchen möglicherweise nur in ausgewiesenen Bereichen erlaubt, und Feuerwerk ist während der geschäftigen Sommersaison oft verboten.
7. Komfort gehört zum Erlebnis dazu
Du bist selten weit von einem Convenience Store entfernt. Ein unerwarteter Vorteil eines Besuchs an koreanischen Stränden ist, wie praktisch dort alles ist. An vielen beliebten Stränden gibt es Convenience Stores, Cafés, Restaurants und Verleih-Geschäfte, die nur einen kurzen Fußweg vom Strand entfernt sind.
Egal, ob du die Sonnencreme vergessen hast, noch Wasser benötigst, Lust auf ein Eis hast oder dir Instant-Nudeln gönnen möchtest, während du den Meerblick genießt – in der Regel findest du alles, was du brauchst. Und das ganz in der Nähe.

8. Lerne ein paar nützliche koreanische Wörter
Ein paar koreanische Begriffe zu kennen, kann deinen Strandausflug erheblich erleichtern.
Du musst die Sprache nicht fließend beherrschen, aber bereits mit ein paar gängigen Wörtern kannst du Sicherheitshinweise besser verstehen und dich sicherer in den Strandanlagen zurechtfinden.
Hier sind einige nützliche Vokabeln:
| Hangul | Umschrift | Deutsch |
| 해수욕장 | haesuyokjang | Strand |
| 수영금지 | suyeong geumji | Schwimmen verboten |
| 입수금지 | ipsu geumji | Zutritt verboten (Wasser betreten verboten) |
| 샤워실 | syawosil | Duschraum |
| 화장실 | hwajangsil | Toilette |
| 파라솔 | parasol | Sonnenschirm / Parasol |
Es lohnt sich, diese einfachen Worte zu lernen – sie können es dir erheblich erleichtern, die Strandregeln in Korea einzuhalten.
Bonus: Öffentliche Schwimmbäder in Korea
Wenn du es nicht an den Strand schaffst, gibt es in Seoul stattdessen mehrere hervorragende saisonale Freibäder.
Viele Neuankömmlinge suchen nach ihrer Ankunft in Korea nach öffentlichen Schwimmbädern, müssen dann aber feststellen, dass diese nicht so verbreitet sind wie in manchen anderen Ländern. Stattdessen öffnet Seoul im Sommer mehrere große Freibäder und Wasserparks, von denen viele am Han-Fluss liegen.
Eines der beliebtesten ist das Yeouido Hangang-Schwimmbad, bekannt für seine großzügigen Becken, die günstige Lage und dem wunderschönen Blick auf den Fluss. Es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen und zieht den ganzen Sommer über sowohl Einheimische als auch internationale Besucher an.
Familien bevorzugen eher den Nanji-Wasserpark, der über flache Becken, Wasserspielbereiche und viele schattige Plätze für Kinder verfügt. Seine entspannte Atmosphäre macht ihn zu einer beliebten Wahl für alle, die eine ruhigere Alternative zum Strand suchen.
Ein weiterer Favorit ist das Jamsil-Freiluftbad, eine der größten saisonalen Schwimmanlagen Seouls. Es liegt in der Nähe des Olympiastadions, bietet mehrere Becken, die sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet sind, und ist besonders an Wochenenden und in den Schulferien gut besucht.
Genau wie Koreas Strände sind diese Schwimmbäder nur in den Sommermonaten geöffnet. Es lohnt sich also immer, die Öffnungszeiten zu überprüfen, bevor du deinen Besuch planst.
Wenn du die Strandregeln in Korea kennst, verläuft dein Ausflug reibungsloser, sicherer und macht mehr Spaß. Mit den in diesem Beitrag genannten Tipps bist du bestens gerüstet, um diesen Sommer das Beste aus Koreas wunderschönen Stränden zu machen.
Kontaktiere uns, wenn du Fragen zum Leben und Lernen in Korea hast, und vergiss nicht, dem Go! Go! Hanguk-Blog zu folgen, um weitere Informationen zu erhalten.