T-money, Climate Card und mehr: Ein Leitfaden zu den Verkehrskarten in Korea

Lesedauer: 3 Minuten
T-money card

In Korea, vor allem in den Großstädten, nutzen die Menschen öffentliche Verkehrsmittel, um sich fortzubewegen. Die U-Bahn ist eines der gängigsten und effizientesten öffentlichen Verkehrsmittel. Aus praktischen Gründen empfehlen wir den Kauf einer wiederaufladbaren T-money-Karte, aber es gibt jetzt auch eine neue „Flatrate“-Option, die du in Betracht ziehen solltest. Schauen wir uns die neuesten Entwicklungen bei den Verkehrskarten in Korea an.

Automaten für T-money und andere koreanische Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel

Was ist eine T-money-Karte?

Die U-Bahn-Linien in Korea sind äußerst effizient und erschwinglich. Nach den jüngsten Tariferhöhungen zur Finanzierung der Instandhaltung des Netzes liegt der Grundpreis für die U-Bahn in Seoul bei Verwendung einer Fahrkarte ab 1.550 Won (etwa 0,9 Euro).

Einzelfahrkarten können weiterhin an den Automaten an jeder Station gekauft werden, aber am bequemsten reist du mit einer T-money-Karte. Diese wiederaufladbare Karte kannst du in Convenience-Stores wie GS25, CU und 7-Eleven für etwa 2.500 bis 5.000 Won (je nach Design) kaufen.

Diese Prepaid-Karte kann an jeder U-Bahn-Station oder in jedem Convenience Store aufgeladen werden. Besonders praktisch ist sie beim „Umsteigen“: Wenn du innerhalb von 30 Minuten von der U-Bahn auf einen Bus (oder umgekehrt) umsteigst, erhältst du einen erheblichen Rabatt und zahlst oft nur einen geringen entfernungsabhängigen Aufschlag statt eines neuen Grundtarifs. Da die Karte mit RFID-Technologie arbeitet, musst du sie nur beim Ein- und Aussteigen aus der U-Bahn oder dem Bus an die elektronischen Sensoren halten, damit der richtige Fahrpreis berechnet wird.

Die „Climate Card“ für unbegrenzte Fahrten

Wenn du vorhast, länger in Seoul zu bleiben oder mehrmals am Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, ist die normale T-money-Karte vielleicht nicht mehr die günstigste Option für dich. Anfang 2024 hat Seoul die Climate Card (기후동행카드) eingeführt.

Wie in diesem Artikel beschrieben, ist die Climate Card ein umweltfreundlicher Pass, der die unbegrenzte Nutzung der U-Bahnen und Busse in Seoul zu einem festen monatlichen Preis (ab 62.000 Won) ermöglicht. Sie ist eine hervorragende Wahl für Studenten oder Einwohner, die täglich pendeln. Während die T-money-Karte besser für Gelegenheitsreisende oder diejenigen geeignet ist, die mehrere Städte wie Busan und Daegu besuchen, ist die Climate Card zuständig für die Bequemlichkeit der Einwohner von Seoul.

Wo kann man T-money noch benutzen?

T-money ist mehr als nur eine Fahrkarte. Sie funktioniert in den meisten Convenience Stores, bestimmten Bäckereien (wie Paris Baguette) und sogar in einigen Taxis als Prepaid-Debitkarte. 

Wenn du ein koreanisches Bankkonto und eine Aufenthaltskarte (ARC) hast, kannst du deine Bankkarte damit verknüpfen, sodass sie als „Postpaid“ T-money-Karte fungiert, bei der die Ausgaben einmal im Monat abgebucht werden – also ähnlich einer Kreditkarte. Für Touristen und Kurzzeitbesucher bleibt jedoch die aufladbare „Prepaid“-Version der Standard.

Bahnsteig an einer koreanischen U-Bahn-Station

Tipps für die Fahrt mit der U-Bahn

Das südkoreanische U-Bahn-Netz ist Weltklasse, aber der Umfang variiert je nach Stadt. Das U-Bahn-Netz von Seoul ist riesig und umfasst 23 Linien und über 700 Stationen, die dich fast überall im Großraum Seoul hinbringen. Im Gegensatz dazu bietet Busan ein übersichtlicheres Netz mit 6 Linien (4 Hauptlinien sowie die Donghae-Linie und die Gimhae-Stadtbahn), die 158 Stationen bedienen.

Hier sind ein paar Tipps für deine Reise:

  • Vermeide die Hauptverkehrszeiten: Um es bequem zu haben, solltest du Fahrten zwischen 7:30 und 9:30 Uhr sowie zwischen 18:00 und 19:30 Uhr vermeiden. In Seoul: Sei besonders vorsichtig bei Linie 2 (die grüne Ringlinie) und Linie 9 (die goldene Expresslinie). In Busan: Die Linie 1 (orange) und die Linie 2 (grün) sind am stärksten frequentiert, besonders rund um den Bahnhof Seomyeon, wo sich die beiden Linien kreuzen.
  • Sprache ist kein Hindernis: Mach dir keine Sorgen, dass du dich verirrst; alle Durchsagen, digitalen Anzeigen und Schilder sind auf Koreanisch, Englisch, Japanisch und Chinesisch verfügbar.
  • Unverzichtbare Apps: Lade dir Naver Maps oder KakaoMap herunter. Während „Subway Korea“ für einfache Routenplanung hilfreich ist, liefert Naver Maps Echtzeitdaten darüber, wie voll jeder U-Bahn-Wagen ist und wo du auf dem Bahnsteig stehen musst, um am schnellsten umzusteigen.
  • Reisen zwischen Städten: Wenn du zwischen Seoul und Busan (oder weiter) reisen möchtest, nutze die KTX- oder SRT-Expresszüge.
    • In Seoul: Die Züge fahren hauptsächlich vom Bahnhof Seoul (서울역) und vom Bahnhof Yongsan (용산역) ab.
    • In Busan: Der Hauptknotenpunkt ist der Bahnhof Busan (부산역).
    • Bonus-Tipp: Vom Bahnhof Cheongnyangni (청량리역) in Seoul kannst du den KTX-Eum nehmen, um Pyeongchang oder die Ostküste viel schneller zu erreichen.

Wir hoffen, dass du nun bereit bist, dich mit den Verkehrskarten in Korea zurechtzufinden. Mit deiner T-money-Karte oder Climate Card in der Hand ist das ganze Land jetzt nur noch einen Katzensprung entfernt.

Weitere Tipps, wie du dir das Leben in Korea erleichtern kannst, findest du in unserem Artikel über die nützlichsten Apps in Korea – und schau auch weiterhin regelmäßig in unserem Blog vorbei.

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